Tach,
wieder ging etwas schneller als ich dachte. Ich bin wieder im Westen angekommen, geographisch bin ich zwar in Suedostasien, aber ansonsten ist hier kaum noch Laos angesagt. Weiter unten werde ich mal so richtig hetzen.
Ansonsten bin ich etwas muede vom Radeln, obwohl mich der heutige Hass wieder so richtig auf Doerfer neugierig gemacht hat. Morgen gibt es dann zwei Paesse, in der Hitze, es sind die letzten Berge. Werde wahrscheinlich noch laenger in Laos fahren, Strassen sind gut, weit besser als erwartet und kein Verkehr. Nur Essen ist problematisch. Die Portionen sind klein und nicht billig. Also esse ich viele Fruechte, aber wenn ich sehr viele Ananas esse, dann blutet der Mund. Aha.
Nach der Strecke in Laos fahre ich rueber nach Thailand, und dort nicht lange mit dem Rad, sondern die letzte Strecke dann Bus. Dann bin ich im Touristenparadies schlechthin angelangt, Bangkok. Ein paar Tage Akklimatisierung und dann weg.
Mengla/CHN
5h, 69km, 1196hoch, 1354max
Ja morgens noch ein Pass, ich schwitze und lasse mich auf ein Bad einladen. Dort wurde ich dann bestohlen, wahrscheinlich.
Nam Xan/LAO
6h, 96km, 632hoch, 1106max
Fast flache Strecke, autobahnaehnlich. Ich fliege bis zur Grenze und die ist sehr klein. Kaum Militaer, kaum Kontrollen, ganz anders als die vielen Grenzen davor. Das Visum kriege ich auch an der Grenze, sofort. Es koennte so einfach sein.
Hinter der Grenze gehe ich Essen und fuehle mich wie ein Anfaenger. Erstmals seid langer Zeit kann ich die Sprache nicht, kenne weder Hallo noch Bitte. Also zeige und laechle ich. Es gibt Suppe.
Danach fahre ich beschwingt weiter, neues Land, schoene Haueser, gute Strasse. Es macht richtig Spass. Als es zu regnet anfaengt, kehre ich ein. Ich sitze im Restaurant, das auch ein Guesthouse ist und schaue in den Regen. Und lese. Angenehm.
hinter Ouroaumaxyakjsdfh/LAO
7h, 86km 1351hoch, 1422max
Auch morgen gibt es Regen und eigentlich den ganzen Tag immer wieder. Mittags trinke ich mit Jugendlichen ein wenig Bier und sehe mir die Tropfen an. In Laos winken immer die Kinder. Wenn ich mich dem Dorf naehere, kommen sie von allen Seiten an die Strasse gelaufen und lachen, winken und rufen. Manchmal wollen sie auch abgeklatscht werden.
Das ist sehr nett fuer mich. Auch die Erwachsenen laecheln und gruessen. So ist es immer eine grosse Freude in ein Dorf zu kommen. Sabadi. Byebye. Auch die ganz kleinen Kinder winken ganz tapfer. Es ist wirklich ein Genuss.
Pak Mong/LAO
3h, 48km, 585hoch, 1473max
Morgens treffe ich Radler und spaeter auch noch welche. Es geht weit runter und ich bleibe lange in nem kleinen Dorf. Kein Bock auf Zelten und Bock auf Lesen und Rumhaengen. Also esse ich Mangos, Banananen, Ananas und ein paar Suppen.
Die Radler von abends wohnen gerade in Ho-Chi-Minh-Stadt. Also leben im Ausland, auf englisch abroad. Das klingt wie abendbrot. das wollte ich unbedingt schreiben, das mit dem Abendbrot. Warum auch immer. Gerade muss ich lachen.
Also ich wollte eigentlich mit ihnen darueber diskutieren, aber traute mich nur halb. Immerhin wuerde ich ja ihren Lebensstil angreifen. Weil eigentlich ist das im Ausland leben ja noch die Stufe hoeher zum Radeln. Aber ich moechte nicht im Ausland leben und halte es auch fuer so nen privatistisches Wegfliehen vor den zu aendernden Zustaenden. Sie meinten dann auch, dass sie immer die Staedte noch einiger Zeit verlassen wollen. Der flexible Mensch.
Und als ich was ueber soziale Zusammenhaenge sagte, meinten sie ihre Freunde wuerden auch alle im Ausland leben. Na super. Auf jeden Fall haben die abroad-Leutchen auch immer keinen Kontakt zur einheimischen Bevoelkerung. ist auch schwierig. Aber ist natuerlich auch toll im Ausland zu leben. Bereichernd, Kulturkontakt und so weiter. Aber ich haette gerne darueber mit ihnen diskutiert. Das wollte ich nur andeuten.
Luang Prabang/LAO
7h, 119km, 670hoch, 632max
Ein richtig langer Radtag mal wieder und weitgehend flach. Ein betrunkener Offizieler bietet mir auesserst belustigt Schnaps an und ich gruesse viele Leute. Aber Fragen haben sie hier nicht soviele und es gibt auch keinen Chai. Aber wirklich sehr nettes Gruessen.
Es gibt weiterhin Reisfelder, Fluesse und manchmal Berge, aber meist Huegel. Die klassischen Wasserbueffel wandern herum. Uebrigens meist nur zwei, drei. Und immer ein mensch dabei. Sie sind offenbar wertvoll. Sonst keine Hirten, keine Schafe. In den Doerfern laufen schwarze SChweine und Huehner herum. Die Leute sind wesentlich chilliger als die Chinesen. Scheinen weniger zu arbeiten. Sitzen im Dorf herum, reden, trinken und schwatzen. Also wirklich ein kleines tropisches Paradies. Allerdings ist Fernsehen wie auch in China wichtiger, also muss ich meinen Beitrag, den ich mal schrieb, etwas abschwaechen.
Abends komme ich in Luang Prabang an.
Luang Prabang/LAO
Yeah. Da sind wir. Ich hatte mich ein wenig auf den Ort gefreut und jetzt freue ich mich darauf mal so richtig schimpfen zu koennen.
Es sind Unmengen von Touristen hier. Der Ort ist nicht mehr Laos. Es ist Prenzlauer Berg. Genauso halbschick, genauso hohl und leer.
Es ist die absolute Gentrifizierung. Die Haueser werden aufgehuebscht und die Bewohner muessen sonstwohin ziehen. Stattdesen kommen Kurzbesucher und verwandeln die Stadt in einen Souvenirladen.
Ich schrieb einmal etwas ueber den fehlenden kritischen Geist der Chinesen. Hier spuere ich keinen fehlenden kritischen Geist, sondern an sich vollkommene Hirnlosigkeit.
Die Jungs laufen gerne ohne T-Shirt durch die Strassen, die eineiigen australischen Zwillinge halten mal eben die beiden Moenche an, natuerlich fuer ein Foto. Wenn der Papayasaft nicht mehr da ist, dann wird die englische Touristin auch mal schnell sauer. Kein Laecheln, immer hart handeln und eben Urlaub. Was gibt es hier schoenes, hier ein Saft, dort ein Souvenir gekauft.
Im reinen Kapitalismus sozialisierte Menschen nehmen die Welt eben nur noch als ein Einkaufszentrum wahr. Sodann ist Laos eben ein besonders exotisches Einkaufszentrum. Die Fruechte billiger als bei der Obsttheke bei Edeka und die Kneipen irgendwie exotischer.
Das dazwischen auch noch vereinzelte Laoten herumlaufen, ist kaum interessant. Hoechstens dass deren Englisch schlecht ist oder wenn sie als Fotomotiv in Frage kommen. Ansonsten wird hier die Ungerechtigkeit der bestehenden Weltwirtschaftsordnung mal auesserst deutlich vor augen gefuehert. Waehrend in der Hitze die Laoten schwitzend Hotels bauen, hinter Kleidungsstaenden stehen oder als schicker Kellner in den schicken Restaurants stehen, streifen die weissen Westler herum und verteilen Geld. Sie hams ja.
Der Kapitalismus war schon immer gut darin Sklaverei in mildere Formen zu verpacken und die Laoten sind so arschfreundlich, dass sie fast sogar noch gute Laune in dieser grossen Scheisse haben. Dienend.
Und die Kroenung ist selbstredend, dass ich selbst ein Teil der versklavenden Urlaubsmassen bin. Zwar irgendwie 2.0 oder deluxe oder surplus oder was auch immer, aber genauso Teil. Und fahre sogar noch ins letzte Kaff.
Auch in Usbekistan gab es viele Touristen, aber sie waren in Bussen und Mittelklassehotels verpackt und verschiffbar. Hier sind es allerdings sogenannte Backpacker.
Alternativ angezogen und offenbar ein selten leeres Hirn. Der Vater mit dem Kind auf Erholungsurlaub, die kulturinteressierte Franzoesin, die saufenden Englaender, die Party-Israelis, die ueberforderten alten Deutschen, die angesagten Spanier. Und ich darin.
Heijeijei. Als die Leute dann anfingen halb nackt durch die Stadt zu laufen, natuerlich immer mit Sonnenbrille und dem typischen halbgelangweilten Backpackerblick, da dachte ich, schade dass Knieschuesse seid Tarek Mousli aus dem politischen Alltag verschwunden sind. Das ist selbstredend viel zu dick aufgetragen, diese Aussage. Und hat auch irgendwie keinen Bezug zu Laos.
Aber ich wollte mal so richtig Verachtung zeigen duerfen. Hatte ich nicht viel davon, von der Verachtung. Waere auch ueberhaupt nicht angebracht gewesen. Jetzt ist es aber.
Und ich hatte eben heute den Kulturschock. Sozusagen die Rueckkehr, die Besinnung auf meine Gesellschaft, den Spiegel, in denen iranische Gastfreundschaft, usbekische Neugierde und laotisches Laecheln irgendwas in mir in Bezug auf die Leute in der mich umgebenden Gesellschaft ausloesen. Ich sah nicht viel grausige Armut und dachte vielleicht, dass ich das Dekadenzgefuehl vielleicht nicht kriegen wuerde.
Aber ich habe es und zwar stark. DEKADENZ.
Auf dem Kleidermarkt sitzen die laotischen Frauen auf dem Boden, die blonden Touristen schwirren umher. Stehend. schauen sie runter. Und tippen genervt Zahlen auf den Taschenrechner.
Die Stadt ist nichts mehr anderes, als Touristen. Jedes Restaurant, jedes Haus, alles dient ihnen. Die Einwohner sind nichts mehr anders, haben nichts mehr anders, als Diener zu sein. Ihre letzten Imbisse sind an den Rand gedraengt, ein eigenes soziales Leben tot.
Der globale Kapitalismus hat sich ein Paradies geschaffen. Ein Urlaubsparadies. Herzlichen Glueckwunsch.
Und wenn die globale Mittelklasse, die reichen Chinesen und Inder mal so richtig alle losreisen werden, dann wird es schoen werden. Arme Minderheiten und Randvoelker duerfen dann ganz offiziell und sichtbar das tun, was sie sowieso tun: dienen. Den Reichtum und Genuss der anderen erschuften.
Es ist ein absolutes Erlebnis, wie diese jungen Menschen mit den Laoten umgehen. Der Ton in einem amerikanischen Herrenhaus des 19. Jahrhunderts gegenueber den Sklaven duerfte kaum anders gewesen sein.
Differenz
Die Laoten laecheln, die Iraner schenken, die Usbeken fragen. Das ist ja ganz interessant, aber natuerlich politisch unkorrekt.
Und die grundlegende Erfahrung des Reisens war auch, dass sich die Menschen eben nicht gut in irgendwelche Regional oder Nationalschubladen einsortieren lassen. Ueberall gibt es nette, ueberall gibt es auch doffe Leute, die stehlen. Heh.
In der Tuerkei war ich bei den Hirten, wo auf einmal die Frauen rauchten und nicht untergeordnet waren. So etwas ist mir haeufig passiert, es gibt ueberall menschen, die dem gesellschaftlichen Normalzustand entfliehen, die anders leben. Jede_r kann sich in den Umstaenden ein klein wenig entscheiden, kann eigene Akzente setzen. Aber natuerlich sind die gesellschaftlichen Zwaenge vorhanden. Sehr haeufig wurde ich im Iran nicht auf einen Schnaps eingeladen oder von Frauen angesprochen. Einfach nicht moeglich.
Ich moechte jetzt hier nicht irgendwelche Charaktertypen beschreiben oder Menschenkategorien erstellen. Aber ich traf ueberall menschen, die mir irgendwie sehr nahe waren. Die Radler in Shahin Dez, auf dem Pass in Kirgisistan oder der gastfreundliche Chinesen. Immer wieder spuerte ich eine tiefe Grunduebereinstimmung, dankbarkeit, soetwas wie Freundschaft.
Diese Grunduebereinstimmung fehlt gegenueber den Prenzlauer Berg Horden.
Aber auch in Berlin gibt es nette Menschen.
Missgeschicke
Wollte ich immer mal erwaehnen. Die Top 3:
1. Ich gehe in Sary-Tash in Kirgisistan einkaufen und unterhale mich ein wenig mit der freundlichen Frau. Ansonsten war Sary-Tash ja wirklich ein schreckliches Kaff. Als ich ging, stecke ich meine Handschuhe ein. Die Frau schien irgendwie unzufrieden und zeigte auf meine Handschuhe. ich dachte, sie faende sie dreckig und wollte sie wegschmeissen. Ich wehrte ihren Versuch ab. Nach einer kurzen Weile realisiert ich, dass es nicht meine, sondern ihre Handschuhe waren, die ich in der Hand hatte. Oh. Meine sahen gleich aus, hatte ich ja auch in Kazarman gekauft.
2. Im Dunklen Zaehneputzen ist kein Problem. Draussen regnete es. Ich war an der Schwarzmeerkueste. Allerdings hatte ich erst kuerzlich die Rei-Waschmitteltube von Julia bekommen. Die Verwechslung der Tuben bescherte mir einen auesserst schlechten Geschmack im Mund.
3. Noch schlechter war der Geschmack der Limonade in Osh. Ich speite ihn direkt wieder aus und wunderte mich, wie schnell er offenbar schlecht werden konnte. Dann erinnerte ich mich, dass im Zimmer kein Klo gewesen war. Ich hatte also in die Flasche uriniert und das am Morgen vergessen. Das war kein Orangensaft und ich hatte offenbar zu wenig getrunken. Denn die Pisse schmeckte auesserst schlecht.
und noch 4. Das Oeffnen des Chiliketchups im Iran war nicht einfach. Ich drueckte und hatte ihn in den Augen. Blind tastete ich nach dem Wasser und machte das, was ich nach Pfeffersprayattacken gesehen hatte. Dann konnte ich wieder sehen.
Xinjiang
Mein Kommentar zu der deutschen Berichterstattung zu Xinjiang.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie brennende Autos, Entglasungen und Barrikaden in anderen Laendern in der deutschen Presse haeufig als der Aufstand der Anstaendigen erscheinen, waehrend es in Deutschland selbstredend total unangebracht ist.
Wenn in der deutschen Presse von den toten der Riots gesprochen wird, wirkt es meist so, als haette die chinesische Polizei sie alle um die Ecke gebracht. Es wirkt irgendwie so. Auch bei den Protesten in den Tibet und im Iran wird aehnlich berichtet.
Aber gerade in Xinjiang war es meiner Meinung nach tatsaechlich so, dass die Uiguren viele Hanchinesen getoetet haben. Das liegt natuerlich an ihrer Benachteiligung, ist aber trotzdem scheisse. Das ist aber nicht das interessante, das interessante ist die deutsche Presse.
Waehrend die Chinesen Aufstaende insgesamt nicht moegen, weil sie ein Stoeren des sozialen Friedens darstellen, gibt es in Deutschland mittlerweile gute und boese Aufstaende.
Damit wird aber das Aufstandsbild an sich ploetzlich angesagt, zwar ist nur die tibetische Barrikade eine gute Barrikade, aber immerhin leuchten die Barrikaden irgendwie auf.
Das mag an weltpolitischen, wir machen Chinafertig-Erwaegungen liegen, liegt aber auch an irgendwelchen untergruendigen „die Presse schaut nach den Barrikaden“-Gefuehlen. Hierbei sind auch die Spiegelonlinevideos von linken Aktionen interessant. Natuerlich verurteilt der Sprecher dann die Aktionen, aber die Bilder entwickeln eine eigene Sprache.
So spielt die Presse mit der simplen „die werden unterdrueckt und deswegen duerfen sie sich auch wehren“-Schablone ein gefaeherliches Spiel. Welche Barrikade jetzt gut und welche boese ist, koennte auch anders definiert werden.
Da ist der chinesische Weg, es erstmal zu ignorieren und wenn es nicht mehr zu ignorieren ist, mit Bildern von Leuten zuzudecken, die Harmonie ganz toll finden und helfenden Aerzten konsequenter und weniger gefaehrlich.
Lieber, lieber Johannes,
ich war mal wieder eine Ewigkeit nicht auf deiner Seite, weil ich mir schon wieder den Link nicht merken konnte. vielleich bin ich doof.
aber deswegen habe ich jetzt all deine berichte seit teheran mit spannung gelesen und während ich teilweise im kopf mit dir mitreiste und deine gefühle bezüglich der unfreundlichen, agressiven und ablehnenden chinesen(ich habe auch ausnahmen kennengelernt) nachvollzog, fragte ich mich, was du wohl so schreiben wirst, sobald du in den touristen-flecken von laos ankommst. luang prabang ist so wie du es beschreibst, aber gleichzeitig fand ich das ganze dort sehr faszinierend und gleichzeitig sehr abstoßend. unheimliche mischung. ich bin damals schnell in dieses elefantenaltersheim ausserhalb geflüchtet und habe mich lieber mit den elefanten beschäftigt. ich kann dich noch vorwarnen, denn in vang vieng wird es erst richtig schlimm. in luang prabang sind die backpacker nämlich nicht voller plize und starren alle einen bildschirm an und glotzen friends. dort fand ich es einfach nur bedauernswert. alles. aber es gibt dort einen klitzekleinen biobauernhof ausserhalb, falls du einen ort zum schlafen brauchst und dort ist es nett. auch backpacker, aber die leute von dem biobauernhof sind laoten und bauen lehmhütten für die bevölkerung, damit ihnen nicht jedes mal bei starken regengüssen das dach über dem kopf wegfliegt. laos ist ein kontrast. zwischen absolutem ekel gegenüber orten wie vang vieng und luang prabang und faszination von den dörfer und der bevölkerung. bald bist du wieder zu hause und ich freu mich dich einfach zu sehen. geniess die letzten tagen.
huhu johannes,
holla, was du da alles mit- und durchmachst, und was ich mir dazu beim lesen so ausmale, wird ja wohl nicht mal ein müder schatten dessen sein…
hab mal wieder die google-maps-karte weiter gestrickt (siehe link bei meinem namen), aber das ist in china echt schwer gewesen: viele orte nicht auffindbar auf der karte. auch ein bisserl verwirrung mit dabei, wie du von wo nach wo gekommen bist.
und dann immer dieser gegensatz: ich hadere gerade damit, ob ich im september mal nach bosnien fahre, ne freundin besuchen. und wage es kaum, da für mich so weit weg, ich das land und die ganze region drumherum nicht kenne, allein reisend, ohne die sprache, und du gurkst derweil durch wüsten und tropen und bist von hyperprenzelbergern genervt… bin mal gespannt, wie du die hiesigen findest, wenn du dann mal irgendwann wieder kommst. von wegen kulturschock und so.
heute hat’s bei mir im haus unten gebrannt. nicht schlimm für uns (im gegensatz zu den leuten unten), nur nasekräuselnd seltsam verräuchert, aber auch merkwürdig unwirkliches erlebnis, weil ich nämlich erst nach hause kam, als schon alles vorbei war und dann im flur kripo-beamte vorfand, die den fall bearbeiten…
machet jut!
(tobi)